Musik-Workshop im Engelschen Hof – Ein besonderes Erlebnis für die 6. Klassen

Am 01.06.2026 fand für alle 6. Klassen ein ganz besonderer Musikunterricht statt: ein musikalischer Workshop zur jüdischen Musik- und Liedkultur. Schon im Vorfeld hatte uns unsere Musiklehrerin Frau Donner intensiv auf das Thema vorbereitet. Sie erklärte uns geschichtliche Hintergründe, musikalische Besonderheiten und die Bedeutung jüdischer Lieder für Kultur, Identität und Gemeinschaft. Dadurch gingen wir gut informiert und neugierig in den Workshop.

In Begleitung der jeweiligen Fach- und Musiklehrkräfte machten sich jeweils zwei Klassen gemeinsam auf den Weg zum Engelschen Hof in der Stavenstraße. Die historische Atmosphäre des Gebäudes sorgte schon beim Betreten für eine besondere Stimmung. Man merkte sofort, dass uns hier etwas Außergewöhnliches erwartete.

Der Workshop „A bissele Glik“ wurde von der charismatischen Sängerin und einfühlsamen Pädagogin Karolina Trybala geleitet, die von ihrem Trio „Tate Mame“ begleitet wurde. Karolina hat Jazzgesang und Musikpädagogik studiert und praktiziert seit vielen Jahren Yoga – und genau diese Mischung aus Professionalität, Körperbewusstsein und Herzlichkeit war während des gesamten Workshops spürbar. Sie begegnete uns offen, fröhlich und mit einer ansteckenden Begeisterung für Musik.

In den zwei Workshopstunden tauchten wir tief in die Welt jüdischer Musik ein. Wir erfuhren, wie vielfältig diese Musiktradition ist: von melancholischen Melodien über fröhliche Tanzlieder bis hin zu jüdischen Schlagern, die sofort ins Ohr gingen. Karolina erklärte uns die Bedeutung einzelner Lieder, erzählte kleine Geschichten dazu und zeigte, wie Musik Menschen über Generationen hinweg verbindet.

Natürlich wurde auch viel gesungen. Wir probierten traditionelle Lieder aus, lernten neue Rhythmen kennen und übten, wie man seine Stimme bewusst einsetzt. Besonders spannend war, dass wir nicht nur gesungen, sondern auch getanzt haben. Karolina zeigte uns einfache, aber sehr lebendige Tanzschritte, die typisch für jüdische Feste sind. Dabei wurde viel gelacht, geklatscht und ausprobiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf Atem-, Körper- und Gesangstechniken. Durch kleine Übungen lernten wir, wie wichtig Haltung, Atmung und Entspannung für das Singen sind. Viele von uns waren überrascht, wie viel besser die Stimme klingt, wenn man nur ein paar Dinge beachtet.

Am Ende waren sich alle einig: Der Workshop war nicht nur lehrreich, sondern auch unglaublich lebendig und abwechslungsreich. Karolina schaffte es, uns mitzunehmen, zu begeistern und uns die jüdische Musikkultur auf eine sehr persönliche und fröhliche Weise näherzubringen. Dieser besondere Unterrichtstag wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Paula Wedhorn