„Nathan der Weise“ im Schauspielhaus Neubrandenburg

Am Freitagmorgen, den 25.Oktober 2019 ging es für uns, die Stufe 11 des Schulcampus, nach Neubrandenburg in das älteste noch erhaltene Theatergebäude in ganz Mecklenburg-Vorpommern. Auf unserem Programm stand eine Darbietung des Dramas “Nathan der Weise“, einem Trauerspiel von Gotthold Ephraim Lessing aus dem Jahre 1779.

Das Stück spielt etwa zur Zeit des Dritten Kreuzzuges (1189 –1192) während eines Waffenstillstandes in Jerusalem. Hauptdarsteller ist der jüdische Kaufmann Nathan, der besonders für Humanität, Toleranz und Religionsfreiheit steht. Damit entspricht er dem damaligen Menschenbild der Aufklärung, jedoch nicht der Vorstellung des stark religiös geprägten Staates. Innerhalb des Dramas gelingt ihm schlussendlich die Versöhnung der drei monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Islam und Judentum) und deren Möglichkeit, friedlich nebeneinander ohne religiöse Kriege oder Auseinandersetzungen zu existieren.

Kaum waren wir am Schauspielhaus angekommen strömten die Schüler*innen des Schulcampus Röbel und vieler anderer umliegender Schulen gespannt in die Aufführung. Wir saßen gerade alle auf unseren Plätzen, als das Licht plötzlich gedimmt wurde, um uns herum Stille ausbrach und die Vorstellung des Dramas endlich begann.

Mithilfe der sorgfältig gewählten und passenden Requisiten, Kostüme der Akteure und des interessanten Bühnenbildes wurde das Publikum auf eine Art Zeitreise mitgenommen, aus der es ihm nahezu unmöglich war zu entkommen. Dieser Bann zog sich bis zum Ende des Stückes.

Zusammenfassend war es ein wirklich sehr gelungener Theaterbesuch, für jeden von uns.

Nochmal ein großes Dankeschön an Frau Thierbach und Frau Krämer für ihre Begleitung und für die Möglichkeit, uns dieses wichtige Werk der deutschen Literatur auf diese besondere Art und Weise näher zu bringen!

Patricia Engel, Stufe 11


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